
Künstlerprofil
Irakli Murjikneli studierte an der Schauspielfakultät der Staatlichen Universität für Theater und Film „Shota Rustaveli“ in Georgien (2000–2004). Im Jahr 2009 erwarb er seinen Bachelor-Abschluss in Musik und 2011 seinen Master-Abschluss nach seinem Studium am Staatlichen Konservatorium Tiflis (unter der Leitung von Prof. T. Gugushvili). Er arbeitete zudem mit so bedeutenden Musikern wie Nodar Andghuladze, Axel Everaert, Verena Keller, Neil Andrew Baker, Alexander Khomeriki, Gocha Bezhuashvili, Natela Nicoli, Jocelyne Dienst-Bladin und Giacomo Aragall zusammen. Derzeit steht er unter der künstlerischen Leitung des weltberühmten, legendären Bassisten Paata Burchuladze.
Während seines Studiums sang er mehrere Partien am Opernstudio des Konservatoriums: Bastien in Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ (2005), Lensky in Tschaikowskys „Eugen Onegin“ (2008), den Herzog von Mantua in Giuseppe Verdis „Rigoletto“ (2009) und Ernesto in Gaetano Donizettis „Don Pasquale“, die er später, im Jahr 2014, als Solist desselben Studios erneut aufführte. Zudem sang er die Rolle des Lensky an der Lettischen Nationaloper in der Spielzeit 2012–2013 und an der Oper im Schloss in Stettin (Polen, 2014). Seit 2017 ist er Gastsolist am Theater und Orchester Biel Solothurn (Schweiz), wo er bereits die Rollen des Vaudemont in Tschaikowskys „Iolanta“, des Carlo VII. in Verdis „Giovanna D’Arco“ („Jeanne d’Arc“) und des Ctirad in Janáčeks „Šárka“ sang. Seit 2018 ist er Gastsolist an der Opéra de Tours (Frankreich). Seit 2021 tritt er als Gastsolist an der Slowenischen Nationaloper (Ljubljana) auf, wo er bereits Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ und Ödipus in Strawinskys „Oedipus Rex“ gesungen hat. 2022 „Faust“ an der Oper in Ljubljana. 2023 debütierte Irakli am Teatr Wielki in Łódź (Polen) als Faust in Gounods „Faust“. Im Januar 2024 gab Irakli sein Hausdebüt an der Oper in Wrocław mit Puccinis „La Bohème“ (Rodolfo). 2025 kehrte er als Faust an die Lettische Nationaloper zurück.
Während seiner Studienzeit erhielt Irakli Murjikneli das Sandra-Roelof-Stipendium der georgischen First Lady (2006–2010) und das Vano-Sarajishvili-Stipendium (2011–2012). Im Jahr 2010 erhielt er ein Sonderdiplom beim Lado-Ataneli-Gesangswettbewerb und trat beim Galakonzert mit dem Orchester der Oper Tiflis unter der Leitung von Gianluca Marcianò auf.
2012 nahm er am ENOA-Workshop (European Network of Opera Academies) an der Lettischen Nationaloper teil und wurde Finalist des internationalen Gesangswettbewerbs „Byulbyul“ in Baku (Aserbaidschan). Im folgenden Jahr gewann er zwei der drei Hauptpreise (Orchester und Theater) beim internationalen Tenorwettbewerb in Stettin (Polen). 2013 wurde er Finalist des Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House in London. 2016 belegte er den 2. Platz beim internationalen Wettbewerb der Academy Belcanto (Giacomo-Aragall-Preis).
Irakli Murjikneli ist seit 2012 Solist am Opern- und Balletttheater Tiflis. 2014 sang er die Rolle des Alfredo in Verdis „La Traviata“ und trat als Rodolfo in Giacomo Puccinis „La Bohème“ am Opernstudio des Konservatoriums auf. Von 2017 bis 2020 sang er an der Oper Tiflis folgende Rollen: Nemorino in Donizettis „L’elisir d’amore“, Don Carlos in Verdis „Don Carlos“, Kote in Dolidzes „Keto und Kote“ sowie Cavaradossi in Puccinis „Tosca“.
Ebenfalls erwähnenswert unter den denkwürdigen Auftritten des Künstlers sind: Dvořáks „Stabat Mater“ unter der Leitung von Gianluca Marcianò beim Al-Bustan-Festival im Libanon (2011), Beethovens „Neunte Symphonie“ beim selben Festival und unter demselben Dirigenten (2014), J. S. Bachs „Matthäus-Passion“ unter der Leitung von Shavleg Shilakadze in Tiflis (2014), das Galakonzert in der Philharmonie Rzeszów (Polen) unter Tomasz Tokarczyk (2014) sowie das Galakonzert unter Dmitri Jurowski in Tiflis (2015). Von 2015 bis 2016 nahm er am Internationalen Opernworkshop in der Schweiz teil (mit Konzertauftritten in Basel, Bern, Zürich und Sigriswil).
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